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15.05.2015 Kategorie: Allgemeine News

Putschversuch in Burundi beschäftigt auch in der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK)


Mit Sorge blickt man derzeit von der Europäischen Schule in Karlsruhe (ESK) aus in die afrikanische Republik Burundi. Es gab einen Putschversuch in dem ostafrikanischen, krisengebeutelten Land, zu dem die internationale Bildungseinrichtung in der Karlsruher Waldstadt schon seit Jahren eine ganz besondere Verbindung pflegt: Mit dem Schulprojekt "Ein Lehrer für Burundi", das bereits seit 2007 fester Bestandteil der Schulpartnerschaft mit der „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM) in der Hauptstadt Bujumbura ist, konnten an der ESK bis heute mehr als 80.000 Euro an Spendengeldern zusammengetragen werden. Einige der Lehrergehälter an der afrikanischen Partnerschule können auf diese Art und Weise finanziert werden.

"Die Europäische Schule in Karlsruhe wird die Verbindung zu ihrer Partnerschule in Bujumbura gerade jetzt noch weiter intensivieren", sagt ESK-Direktor Tom Høyem mit Blick auf das derzeitige Chaos in der afrikanische Republik Burundi. In der ESK wisse man, dass die Schule in Bujumbura gerade turbulente Zeiten mitmache und zeitweise auch geschlossen sei. Da der direkte Kontakt zu den Kollegen dort aber nach wie vor bestehe, sei man sich in Karlsruhe sicher, dass die Unterstützung für die Partnerschule wie vorgesehen verwendet werde.

Über die aktuellen Aktivitäten an der ESK-Partnerschule "Ecole Polyvalente Carolus Magnus" (EPCM) hatte der Karlsruher Journalist und „burundikids“-Engagierte Philipp Ziser gerade erst beim Tag der offenen Tür an der ESK Mitte März informiert. Einen Spendenscheck in Höhe von 11.900 Euro aus dem Schulprojekt "Ein Lehrer für Burundi" nahm Ziser in diesem Rahmen auch entgegen.

"Für die Schule in Bujumbura konnten wir bisher nicht nur Geldspenden, sondern auch Unterrichtsmaterialien und pädagogische Methoden zur Verfügung stellen", weiß auch Schulleiter Høyem. Zwischen den Engagierten in der ESK und den Schülern und Lehrern der "Ecole Polyvalente Carolus Magnus" (EPCM) hätten sich vor allem aber auch Freundschaften entwickelt. "Gegenseitige Besuche in Karlsruhe und in Bujumbura finden immer wieder statt."

"Wir haben an der Schule, die derzeit 900 Schüler besuchen, gerade einen dritten Bauabschnitt mit Bibliothek geplant", berichtete Philipp Ziser im März über das neueste Vorhaben, mit dem künftig 1000 Schüler aufgenommen werden könnten.

Ziser, der sich seit Jahren für die Verbindung zwischen der ESK und Burundi engagiert, wird künftig das verantwortliche Bindeglied zwischen ESK und burundikids für den Fortbestand der Schulpartnerschaft sein.

"Das arme Land hat schon mal einen Bürgerkrieg ertragen müssen, eine solche Tragödie muss jetzt verhindert werden", kommentiert Tom Høyem, der auch Karlsruher Stadtrat ist, die derzeitigen politischen Geschehnisse in Burundi.

"Bildung ist die einzige Möglichkeit, das Leid in armen Ländern wie Burundi künftig zu stoppen", gibt Tom Høyem, der seit mehr als zwei Jahrzehnten auch Wahlbeobachter für die OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, ist, zu bedenken. "Als aktiver Wahlbeobachter in Ländern wie Georgien, Albanien, Bosnien, Montenegro, in der Demokratischen Republik Kongo und in Palästina (Gaza) weiß ich, dass die einzige Lösung für solche politischen Krisen freie und faire Wahlen sind."

Wahlen müssten so frei, transparent und fair verlaufen, dass jeder Wähler – egal welcher politischen Meinung er sei – akzeptiere, dass jeder gewählte Politiker ein wirklicher Bürgervertreter sei.

"Burundi ist ein Teil der ESK-Identität geworden und wir fühlen von Karlsruhe aus gerade in diesen Tagen die starke Freundschaft, Solidarität und die Verantwortung für unsere Freunde und Kollegen in Burundi", sagt Tom Høyem.