Außenminister Westerwelle besuchte Europäische Schule Karlsruhe
„Die Europäische Schule in Karlsruhe ist ein Juwel für Deutschland und Europa“. Mit seiner öffentlichen Ein- und Wertschätzung der multi-kulturellen Bildungseinrichtung in Karlsruhe hat Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle bei seinem dortigen Besuch am Freitag die internationale Besonderheit der Schule auf den Punkt gebracht. Nicht nur, da Westerwelle zum einen als Außenminister in der Regierung für die deutschen Schulen im Ausland - wozu auch alle Europäischen Schulen gehören - verantwortlich ist, sondern auch, weil die Karlsruher Institution für ihn gelebtes Europa sei.
Mit seiner sympathisch-nahbaren Art begeisterte das langjährige Mitglied des Bundestags die internationalen Schüler, Lehrer und Eltern vor Ort gleichermaßen. Schon bei der musikalischen Begrüßung durch die jüngeren ESK-Schüler vor dem Haupteingang der Schule mischte sich der strahlende Außenminister unter das zusehende und aufführende Publikum, schüttelte Hände und ging auf die choreographischen Einlagen der kleinen Tänzer und Sänger ein.
Zahlreiche Medienvertreter aus und weit über die Region hinaus ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, den Schulbesuch des Außenministers live zu verfolgen. In der Aula der Schule nahm sich der liberale Politiker unter den Augen mehrerer hundert Besucher mehr als eine Stunde Zeit, das Thema Europa gemeinsam mit ESK-Schülern und in konstruktiver Kritik zu betrachten. Internationale Schüler der diesjährigen Abschlussklassen diskutierten mit Guido Westerwelle ihre zuvor gestellten Fragen. Ob aktuelle finanzpolitische Situationen wie die in Griechenland, ein möglicher EU-Beitritt der Türkei oder das Verhältnis der EU zu Syrien – der Außenminister stand bei jeder Frage ausgiebig Rede und Antwort.
Mit Blick auf einen für ihn künftig notwendigen Zusammenhalt in Europa lobte Guido Westerwelle das internationale Miteinander in der ESK. „Trotz unterschiedlicher Herkunft seid ihr die erste Generation, die europäisch aufwächst“, ermunterte der Außenminister die jungen Erwachsenen, sich für Europa stark zu machen. Anhand einiger Erzählungen aus seiner eigenen Jugendzeit hob Westerwelle hervor, dass Frieden und Freiheit in Europa nicht selbstverständlich werden dürften.
Der Besuch des Außenministers in der Schule war auch für ESK-Direktor Tom Høyem, der seit mehr als 25 Jahren für Europa arbeitet, „einmal mehr eine Bestätigung, dass es ein Privileg ist, diese großartige Institution zu führen“. „Gestern in Paris mit der US-amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton und morgen schon ein Treffen mit dem chinesischen Außenminister: Dass sich Dr. Westerwelle in seinem minutiös verplanten Berufsalltag Zeit für einen Besuch in der Europäischen Schule in Karlsruhe genommen hat, ist beeindruckend und zeigt gleichzeitig, wie ernst er seine Aufgabe als Verantwortlicher für die Europäischen Schulen nimmt“, resümiert ESK-Direktor Høyem den hohen politischen Besuch in der Schule.
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